25. Februar 2022 by Tavatamo
Tempel der Seele
Im Körper zuhause
Wir dürfen uns als grenzenlose, geistige Lichtwesen begreifen und zugleich unseren begrenzenden Körper voll und ganz annehmen. Es bedeutet, das Wunderwerk Körper zu ehren und jede seiner Zellen in ihrer Begrenztheit und Vergänglichkeit mit unserer Liebe zu verbinden. Der Körper ist es ja, der eine einzigartige irdische Erfahrung ermöglicht. Wer sich nicht vollständig in seinem Körper und mit der Erde verankert, wird Mühe haben, die zunehmenden Anforderungen dieser Zeit zu verarbeiten.
Oft sind es seelische wie physische Verletzungen, Ängste und Traumata, Scham- und Schuldgefühle, die uns daran hindern, den Körper wirklich anzunehmen und uns in ihm wohl und zuhause zu fühlen. Solche Vorbehalte treten jetzt verstärkt ins Bewusstsein, oder sie melden sich über körperliche Symptome. Sie wollen angeschaut und angenommen werden, weil die Entwicklung unseres Bewusstseins sonst ins Stocken gerät. Der aktuelle Wandel verlangt unsere eindeutige Entscheidung für das Erdenleben, ohne Hintertürchen.
Die Bedürfnisse und Prozesse des Körpers beanspruchen ihre Zeit. Er hat eine langsamere Gangart als der schnelle Geist, der sich für die Verabschiedung von einem Trauma oder einer schädlichen Verhaltensweise entscheiden kann und die Weichen stellt für einen Heilungsweg. Es kann dann aber noch Geduld und liebevolle Zuwendung brauchen, bis der Lösungsimpuls sich vom Geistigen in das Grobstoffliche mitgeteilt hat, und bis nicht nur der Geist, sondern auch der Körper die neue Ausrichtung „verinnerlicht“ und physisch umgesetzt hat.
Auf unserem Weg durch die großen Veränderungen ist es deshalb sehr hilfreich, wenn wir uns immer wieder vergewissern: – Bin ich hundertprozentig in meinem Körper? – Bin ich optimal mit der Erde verbunden? – Sage ich uneingeschränkt JA zu meiner Inkarnation? Im Hier und Jetzt präsent zu sein bedeutet, ganz im Körper zu sein – im Körper, so wie er gerade ist. Es bedeutet, das eigene Licht bewusst in jede Körperzelle auszudehnen und durch den Körper hindurch auszustrahlen, und nicht nur als eine Art „dekorative“ Aurahülle (oder Heiligenschein 😉 mit sich herumzutragen. In dieser herausfordernden Zeit „bei sich“ zu bleiben, das heißt eben auch: ganz im Körper zu sein, es wirklich zu fühlen und der Freude darüber Ausdruck zu verleihen. Jeder spürt, was gut tut und dabei helfen kann – z.B. Bewegung, Ruhepausen, Berührung, Massagen, Gartenarbeit, Sport, Tanzen, Singen, Yoga, Bäder, bewusste Sinneswahrnehmung, sinnliche Genüsse, und natürlich soviel direkter Kontakt wie möglich mit der Erde und der Natur. Und wenn du nicht sicher bist, was dein Körper gerade braucht, so frag ihn doch, spüre in ihn hinein! Selbst wenn du anfangs keine deutliche Antwort zu bekommen scheinst – der Körper freut sich über deine bewusste Zuwendung, über dein Lauschen und Spüren. Und wenn du nicht locker lässt, wird dieser Dialog immer klarer. Deine Seele ist endlich ganz in ihrem Tempel, deinem Körper daheim!